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The Forbidden Experiment

Im Allgemeinen, wie auch immer, wird es niemals — und sollte auch niemals — die Möglichkeit geben um Vernachlässigung an Menschen mit derselben Striktheit zu studieren wie es in Tierversuchen getan wird.
(Dr Bruce D Perry, Childhood Experience and the Expression of Genetic Potential)

Im verbotenen Experiment wurde die Idee beschrieben was ein Kind in Isolation, wenn überhaupt, erwerben kann mit Bezug auf die Sprache, und möglicherweise auf andere Attribute die wir mit dem Menschsein verbinden. Viel von dem Interesse der wissenschaftlichen Gemeinschaft in wilde Kinder liegt begründet in der Möglichkeit, das sie uns lehren können was wir aus ethischen Gründen nicht durch Experimente lernen können.

Psammetichus

Und wenn etwas verboten ist, gibt es immer jemanden der es doch versucht. Es gibt von der folgenden Legende unterschiedliche Versionen, den verschiedenen historischen Figuren zugewiesen.

Die Ägypter glaubten, ehe dann Psammetichos ihr König wurde, sie seien zuerst entstanden von allen Menschen. Als aber Psammetichos König geworden und gern sicher wissen wollte, welches Volk zuerst entstanden sei, seit der Zeit glauben sie, die Phryger seien älteren Ursprungs als sie, sie aber als alle anderen. Als nämlich Psammetichos nachforschte, aber durchaus nicht in der Lage war, eine Lösung für die Frage zu finden, wer die ältesten unter den Menschen seien, da verfällt er auf dieses Mittel: Er übergibt zwei neugeborene Knäblein von den ersten besten Leuten einem Hirten, sie zur Herde zu bringen und dort auf etwa folgende Weise aufzuziehen: Er befahl ihm an, kein Mensch solle in ihrer Gegenwart das geringste Wort sprechen, sondern in einer einsamen Hütte sollten sie ganz für sich allein liegen, und zu bestimmten Zeiten solle er Ziegen zu ihnen führen, und wenn sie sich satt getrunken, wieder seinem Geschäft nachgehen. Das tat und befahl Psammetichos, weil er bei diesen Knaben hören wollte, was für ein Wort, wenn das undeutliche Lallen vorüber wäre, sie zuerst von sich geben würden. Und das geschah denn auch. Denn als Hirt dies zwei Jahre hindurch getan hatte und er einmal die Tür aufmachte und hineinging, liefen beide Knaben auf ihn zu, schrieen "Bekos" und streckten dabei die Hände aus. Wie der Hirt das zum erstenmal hörte, blieb er still; als aber dieses Wort bei seinem häufigen Kommen und Versorgen immer wieder vorkam, da zeigte er's seinem Herrn an und brachte die Knaben auf sein Geheiß vor ihn. Und als es Psammetichos auch gehört, zog er Erkundigungen ein, welch Menschen etwas "Bekos" nannten, und bei seinen Erkundigungen stieß er auf die Phryger, die das Brot so nennen. So gaben es die Ägypter denn zu richteten sich darin nach diesem Geschehnis, dass die Phryger älter seien als sie selber. Dass es so vor sich gegangen, habe ich von den Priestern des Hephaistos zu Memphis gehört.
Herodot Historien Buch II., Originalausgabe im Artemis-Verlag, 1977.

Frederick II

Dr. Bruce Perry zitiert eine ähnliche Geschichte:

In einem Versuch die natürliche Sprache Gottes zu entdecken, zog Friedrich der Zweite in 1211 dutzende Kinder in Schweigsamheit auf. Gottes bevorzugte Sprache wurde niemals gehört; die Kinder sprachen nicht und starben letztendlich im Kindesalter.
Van Cleve, 1972.
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